Über mich

Nicht wirkliche Hunde sollen hier das Thema sein, sondern vielmehr das, wofür schwarze Exemplare sinnbildlich stehen: Depressionen. Das Bild, das ursprünglich von Winston Churchill stammen soll, begleitet mich, seit ich vor Jahren auf das Buch von Matthew Johnstone stieß, in dem er seine Depression als Schwarzen Hund beschreibt – und nur mit Bildern und kurzen Beschreibungen mein Empfinden und Erleben so präzise traf, wie ich es bis dato nirgendwo sonst gefunden hatte.

Ich heiße Joyce und ich lebe schon mein halbes Leben mit (chronischen) Depressionen. Das so offen sagen zu können, hat Jahre gebraucht und vielleicht genau deswegen gibt es diesen Blog: Um dieser Krankheit ihre Größe zu nehmen, zu mir stehen zu können und anderen zu sagen, dass sie nicht allein sind.

Hier geht es also um die Depression an sich – wie sie sich für mich anfühlt, wie ich es geschafft habe, trotzdem zu überleben, aber auch wie ich versuche, mir ein lebenswertes Leben um die Krankheit herumzubauen. Dabei spreche ich immer aus meiner Sicht als Betroffene, was vor allem heißt, dass auch ich keine endgültigen Antworten und Lösungen habe – sondern nur meinen eigenen Weg zur Verfügung stellen kann. Und dieser ist noch lange nicht am Ende, sondern vielmehr der Prozess einer Suche nach meinem Platz in einer Welt, die mir häufig das Gefühl gibt, mich häufig lieber anders haben zu wollen, als ich eigentlich bin.